Junge Menschen in offener beruflicher Bildung

Steinschleuder für das Wallmuseum
04.07.10

Die Idee kam aus Dänemark – in Oldenburg wurde sie übernommen, umgesetzt und dem Walmuseum übergeben. Acht Jugendliche des JobB (früher Jugendaufbauwerk) entwickelten eine Steinschleuder aus der späteren Phase der frühmittelalterlichen slawischen Besiedlungszeit. Der Nachbau orientiert sich an einer der Steinschleudern aus dem Freilichtmuseum Nyköping.

„Learning by doing also Handeln durch Lernen“, beschreibt Hans-Joachim Hahn, Vorsitzender der Stiftung Oldenburger Wall, die Arbeit der Jugendlichen Etwa drei Monate haben die Akteure unter der Anleitung von Ausbilder Oliver Zorndt jedes einzelne Teil der Steinschleuder bemessen, entwickelt und gebaut. Initiator dieses Projektes war Werner Puls, der die Idee dafür aus Dänemark mitbrachte.

Mit dieser frühmittelalterlichen Belagerungswaffe haben die Jugendlichen einen leibenden Bestand für das Wallmuseum geschaffen. Sehr zur Freude von Hans-Joachim Hahn: „Die Kooperation zwischen dem Jugendaufbauwerk und dem Museum ist der Ausdruck der Wertschätzung und einer guten Zusammenarbeit.“ Nun fehlen nur noch die Metallbeschläge und die ordere Achse. Dann ist die Steinschleuder voll und ganz funktionsfähig. „Am Liebsten würde ich die Steinschleuder schon jetzt losschießen lasse“, fügte Hahn mit einem Lächeln hinzu. Das Ausprobieren des Gerätes wird auf besondere Events begrenzt. Dann haben die Gäste die Möglichkeit, in den Wallsee zu schießen. Die restliche Zeit wird die Steinschleuder sicher verwahrt, um Zerstörungen vorzubeugen.

(aus: Sonntags-Anzeiger Ostholstein, 04.07.2010)