Junge Menschen in offener beruflicher Bildung

10-jähriges Jubiläum der JobB
01.06.16

Vor zehn Jahren wechselte das damals kreiseigene Jugendaufbauwerk Ostholstein mit den Standorten Oldenburg, Lensahn und Eutin in die Trägerschaft der dafür von der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein neu gegründeten gemeinnützigen "Junge Menschen in offener beruflicher Bildung GmbH" - kurz JobB. Dies wurde am Mittwoch (1. Juni 2016) mit einer Feierstunde in Oldenburg gewürdigt.

Die vielfältige Unterstützung von jungen Menschen auf ihrem Weg in den Beruf - dies hatte sich die neue Tochtergesellschaft der Wirtschaftsakademie auf die Fahnen geschrieben. Zum Jugendaufbauwerk der Wirtschaftsakademie in Lübeck bestanden schon langjährige Kontakte, so dass die handelnden Personen sich nicht erst kennenlernen musste, sagt Hans-Rudolf Osbahr, damaliger Leiter des Jugendaufbauwerks und heutiger Geschäftsführer der JobB GmbH.

Dass der Übergang von kommunalen Jugendaufbauwerk zur neuen Gesellschaft positiv gemeistert wurde, zeige die Entwicklung der JobB eindrucksvoll, so Wirtschaftsakademie-Geschäftsführer Dr. Detlef Reeker. So seien beispielsweise zu den vormals drei Standorten Oldenburg, Lensahn und Eutin mit Neustadt und Lütjenburg zwei weitere hinzukommen. Fast 2500 Jugendliche konnten in den vergangenen Jahren auf ihrem Weg in den Beruf begleitet werden. Aktuell sind 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 25 Honorarkräfte an den fünf Standorten beschäftigt.

Glückwünsche zum Jubiläum kamen auch aus Politik und Arbeitsverwaltung: So gratulierten unter anderem Staatssekretär Dirk Loßack aus dem Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes, Markus Dusch von der Agentur für Arbeit Lübeck und Karsten Marzian vom Jobcenter Ostholstein. Timo Gaarz überbrachte als stellvertretender Landrat die Grüße des Kreises zum Jubiläum.

(v.l.n.r.) Dr. Detlef Reeker, Timo Gaarz, Dirk Loßack, JobB-Geschäftsführer Jörg Kuntzmann und Hans-Rudolf Osbahr zusammen mit Karsten Mazian und Markus Dusch

Schwerpunkt der Arbeit als Jugendaufbauwerk sei unverändert der Übergang Schule-Beruf geblieben, berichtet Osbahr. So stünden Berufsvorbereitungen (BvB) in unterschiedlichen Berufsfeldern und auch für junge Menschen mit Behinderungen, integrative Berufsausbildungen in überbetrieblichen Einrichtungen (BaE) oder Berufsorientierung (BOP) im Mittelpunkt. Darüber hinaus ist die JobB in der neuen assistierten Ausbildung (AsA) aktiv oder unterstützt junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die auch im JobB-Wohnheim in Lensahn wohnen, im Auftrag des Kreises.

Aktuell betreue und begleite die JobB knapp 190 Jugendliche und arbeite zusätzlich mit mehr als 800 Schülerinnen und Schülern in Projekten zusammen, fasst Hans-Rudolf Osbahr zusammen. Für die Zukunft habe man sich vorgenommen, dies weiter auszubauen, so der Geschäftsführer. "Wir wollen Ansprechpartner für junge Menschen und Schulen gleichermaßen zu sein", so Osbahr.

Am Nachmittag wurde mit den Jugendlichen aus den einzelnen Standorten gefeiert: Mit einem Surfsimulator und unterschiedlichen Aktions- und Mitmachangeboten wurde das Jubiläum sportlich begangen. Die ostholsteinische Band "Zweites Ich" rundete den Tag musikalisch ab.